motz

gutes altes nachdenken
es hat spass gemacht. oswald wieners gruß an die geschichte war sein outfit: weiße leinenhose, beiges leiberl, weiße hosenträger, zitronenglasurgelbe jacke. so in etwa sei er bereits vor 40 jahren dort gestanden; zur selben zeit am selben ort, im hörsaal 1, im nig.

sein vortrag setzte dort an, wo er vor 40 jahren aufgehört hat, meint er. zwei zeichnungen von damals auf die tafel gemalt, zur illustration, wie er damals versucht hat dem geneigten publikum finite automaten zu erklären. es hätte nicht geklappt, sie hätten es nicht verstanden.

40 jahre danach, saßen ein paar grauhaarige in den reihen - ich nehm mal an weibl und konsorten waren auch damals dabei - und hörten zu, wie und was oswald wiener in den letzten 40 jahren weitergedacht hat.

ich mag seinen vortragsstil: ein wenig erzählt, dann wieder einen worterläuterungseinschub. vom automaten bis hin zum zeichen. die braucht man um den zustand zu verändern; strukturveränderung, innere zeichen und dem weiser, der auf das weist, was man weiss und zum weiterdenken braucht, wenn ich das richtig verstanden habe.
dazu gereicht wurde eine ausführliche literaturliste. zum später denken.

hinweis auf die würzburger schule, anfang des 20.jhdt. was piaget nicht aufgegriffen habe, sei davon in vergessenheit geraten. wiener holt sie wieder aus dem archiv. an ihrem denken erkenne man, dass sie zwar die automaten noch nicht kannten, aber trotzdem bereits in diese richtung dachten. der weiser weist auf narziss ach [über die willenstätigkeit und das denken,1905] und karl bühler [tatsachen und probleme zu einer psychologie der denkvogänge I und II, 1907; der selbst gleich die kritik nachreicht: zur kritik der denkexperimente, 1909]

das problem mit den denkexperimenten sei, so wiener, dass die fragen zu einfach gewesen seien. das habe bühler 1909 erkannt.

muss noch ein wenig nachdenken, aber im grunde redete er genau über das, was er auch angekündigt hat: er hätte es auch einfacher formulieren können, aber er wollte nicht, sagt er. denkt. - aber bilder helfen dabei nicht immer. punto.

auch auf wieners liste: donald maccrimmon mackay. rand hat zwei papers:"computers and comprehension" und "linguistic and non-linguistic 'understanding' of linguistic tokens" (1964). merci bien.

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wie entstehen maschinen
Was mir wichtig wäre, dass Sie es verständen, ist Folgendes: Ich glaube, dass unsere Verständnisse Maschinen sind. Wenn ich etwas klar verstanden habe, dann habe ich eine Maschine in meinem Kopf gebaut, die ich laufen lassen kann, die ich manipulieren kann, der ich ihre Eigengesetzlichkeit lasse obwohl ich sie zerstören, auseinandernehmen könnte. Wenn ich etwa einen chemischen Vorgang verstehen will, wäre es unsinnig, die Maschine so umzubauen, dass sie den Tatsachen nicht mehr gerecht wird. – Ich glaube, dass wir nur klar verstehen, was wir uns als Maschine denken können. Das ist jedenfalls aber ganz etwas anderes als zu sagen, ich bin eine Maschine. | oswald wiener im gespräch mit wenzel mraček

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wer kann, wen's interessiert
40 jahre nach input-output:

Oswald Wiener
Der Automaten-Begriff als Werkzeug der
Erkenntnispsychologie

Samstag, 7. Juni 2008, 20:00 Uhr
Universität Wien
Neues Institutsgebäude
Hörsaal 1
1010 Wien Universitätsstraße 7
Die Methode der Erkenntnispsychologie ist »Achten auf das, was wir tun, wenn wir irgend welche Gegenstände vorstellen« (Sigwart), ihr Anliegen Beschreibung und Erklärung des Vorstellens, auch Erläuterung der dazu verwendeten Begriffe (wie etwa Begriff und Verstehen) und didaktische Straffung. Unter den heute greifbaren Vorstellungen sind jene der elementaren Automaten-Theorie dazu besonders geeignet. Ist, wie Piaget meint, »die Logik eine Widerspiegelung des Denkens« (und nicht umgekehrt), so trifft dies auf ganz bestimmte Heterarchien von Maschinen in weit konkreterer und auf überaus lehrreiche Weise zu.
Nur »Abbilder«?
Ein sensomotorisches Schema im Sinn von Piaget ist ein in einem Organismus verkörperter Finiter Automat, der von Signalen aus der Umgebung gesteuert werden kann; geordneter Denkverlauf im Sinn von Selz ist nichts anderes als Konstruktion einer (Komponente einer) im denkenden Organismus materialisierten Turing-Maschine (oder Aktualisierung einer solchen, sofern bereits vorhanden). Ein Gegenstand ist in dem Ausmaß klar verstanden, in dem er als eine derartige raumzeitliche Regelmäßigkeit konstruiert wurde.

Diese didaktische, aber auch in der Selbstbeobachtung gestützte Reduktion scheinbar geläufiger Vorstellungen stellt die Fragen nach dem Charakter solcher Heterarchien, nach der Implementation und der Genese von Strukturen in den Vordergrund.
ein wenig brain food ist immer gut.

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impressive youtube has some old videos
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na'woswollnsdenngsagthom? i hab's ghert.
by motzes (2008.08.12, 23:36)
nasohabidesabanetgsagt, eigentlich ;)
by godany (2008.08.12, 23:23)
lachens nur. ich hab sie im ohr.
by motzes (2008.08.12, 00:14)
haha!
by godany (2008.08.12, 00:01)
liegt im postkasten en berlin ....
by motzes (2008.08.11, 23:59)
Hast Du es eigentlich schon erhalten? Wir haben zwei Exemplare über Amazon bestellt -...
by micro_robert (2008.08.11, 21:58)
wortspende a bisl laut, aber wofür hat ma regler ...
by motzes (2008.08.11, 21:55)

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